BOLSCHOI Staatstheater für Oper und Ballett Belarus
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  • Die Choreografie der Uraufführung von 1841 in Paris stammt von Jean Coralli und Jules Perrot, die der russischen Version von Marius Petipa (St. Petersburg 1884), und gehört zu den berühmten Balletten des internationalen klassischen Repertoires.
 Der Erfolg der Aufführung beruhte nicht nur auf einer künstlerisch vollkommenen Choreografie und hervorragenden Darstellern, sondern war vor allem darin begründet, dass das Ballett der Ästhetik, der Kunst der Romantik sehr nahe kam.

    Das Thema der Wilis - der von Tanzleidenschaft  besessenen Bräute, die kurz vor ihrer Trauung starben – haben die Autoren des Balletts im Schaffen von H. Heine und V. Hugo gefunden: Einer alten Legende nach tanzen bei Mondschein junge gespenstische Wesen Wanderer zu Tode. Die Dramaturgie des Balletts ist jedoch auf einem Konflikt aufgebaut; die jungfräulichen Rächerinnen stoßen auf eine für sie unüberwindliche Kraft – unvergängliche Liebe und Vergebung. Die Geschichte , die im Ballett erzählt wird, ist recht unkompliziert: Ein einfaches Mädchen liebt einen Grafen. Als sie erfährt, dass er sie betrügt, indem er seine Herkunft und seine bevorstehende Hochzeit mit einer Dame von hohem Stande verschweigt, verliert sie den Verstand und stirbt. Der von Gewissensbissen geplagte Graf besucht nachts das Grab von Giselle. Die Wilis wollen das Mädchen rächen und verurteilen ihn zum Tode durch Tanzen. Giselles Liebe ist jedoch stärker als ihr Zauber. Sie rettet den Geliebten und verschwindet mit den ersten Strahlen der Morgensonne.

    Adolphe Adam hat mit seiner Partitur eine der gelungensten Ballettmusiken des 19. Jahrhunderts geschrieben. Sie ist nicht nur melodienreich und klangschön, sondern   auch außerordentlich ballettgemäß, indem sie mit wechselnden Farben die verschiedenen Stimmungen malt (starker Kontrast zwischen 1. und 2. Akt), vor allem aber durch die angewendete Leitmotiv-Technik sowohl Tänzern wie Zuschauern Gedächtnishilfe leistet.

    Der Choreograf versucht nicht nur, die rührende Liebesgeschichte über ein schwaches, vor Liebeskummer brechendes Herz und die Tanzleidenschaft zu erzählen, sondern auch der Ästhetik der klassischen Tanzkultur zu eindrucksvoller Wirkung zu verhelfen.
In keinem anderen Werk kann die Ballerina so vollkommen ihre künstlerische Persönlichkeit beweisen wie in „Giselle“; diese Rolle erfordert die allerbeste Technik und eine Schauspielerin, die agiert, indem sie tanzt. Sie ist die Sonne und der Mond, sie muss als Mädchen im 1. Akt wie als Wilis im 2. Akt gleichermaßen überzeugen.

    Die Bühnenausstattung und Kostüme heben den märchenhaften Gesamteindruck des romantischen Werkes hervor, und so wird diese klassische Inszenierung zum Ballett der Superlative.

    Giselle
    Ballett in 2 Akten

    Musik
    Adolphe Adam

    Libretto
    Vernoy de Saint-Georges
    Théophile Gautier
    Jean Coralli

    Choreografie
    Jean Coralli
    Jules Perrot
    Marius Petipa

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